ausschlüsse in trans_ communities, trans_-verbündetenschaft und self-care im aktivismus

ein frohes neues jahr, liebe_r leser_in! viel raum für auszeiten, self-care und wertschätzung, für selbstmitgefühl, süßes nichtstun und softness euch allen! hinter uns liegt ein jahr mit vielen tollen, bewegenden und inspirierenden veranstaltungen. wir waren viel unterwegs, haben einige neue orte und vor allem viele tolle menschen kennengelernt, die sich für ähnliche themen wie wir begeistern. wir freuen uns über diese schönen erinnerungen und begegnungen. gleichzeitig blicken wir mit spannung, aufregung und neugier auf die kommenden monate.

im januar sind wir zum ersten mal eingeladen einen vortrag an der uni freiburg zu halten. am donnerstag, den 17.01, werden wir uns ab 20.00h mit der frage beschäftigen, wer in trans_ zusammenhängen mitgedacht wird. wir wollen darüber sprechen, welche stimmen besonders laut sind und welche strukturellen machtverhältnisse in aktivistischen kontexten doch immer wieder reproduziert werden. weitere infos finden sich im folgenden ankündigungstext und auf der website der veranstalter_innen.

who’s part of the trans_ community? – über Ausschlüsse, Unterschiede und Verbindungen innerhalb von trans-Bewegungen

Natürlich gibt es sie nicht: die eine Trans_-Community. Unter dem Label ‚trans‘ kommen an verschiedenen Orten unterschiedlichste Personen mit diversen Hintergründen, Positioniertheiten und Geschlechtsidentitäten zusammen. Bei all diesem Facettenreichtum werden doch bestimmte Personen ausgeschlossen. Manche Personen wollen sich nicht mit dem Label ‚trans‘ identifizieren und empfinden diesen Begriff nicht als stimmig für sich. Andere Personen haben Lust sich einzubringen, doch ihre Erfahrungen und Lebensrealitäten werden nicht mitgedacht. Einige Bedürfnisse zählen mehr als andere und werden als politische Forderungen auf die Straße getragen.
In diesem Vortrag wollen wir der Frage nachgehen, welche Personen in trans_ Kontexten häufig nicht mitgedacht werden und welche Normen (häufig unreflektiert) reproduziert werden. Wie wirken sich beispielsweise Rassismen und die Abwertung von Femininität in trans_ Räumen aus? Wie kann ein kritischer Umgang mit weißen, maskulinen Normen stattfinden und ein inklusiverer Raum für Personen mit mehrdimensionaler Diskriminierungserfahrung geschaffen werden? Wir versprechen keine abschließenden Antworten. Wir laden ein zur kritischen, persönlichen Auseinandersetzung Dabei wollen wir diskutieren, während wir auch Raum für Emotionen lassen. Wir möchten alten Gewissheiten ver_lernen und Inspiration tanken für queere, machtkritische Interventionen, nicht nur in trans_ Zusammenhängen oder im Uni-Alltag.

genau einen tag später, am freitag, den 18.01., bieten wir mit unterstützung durch das regenbogenreferat einen tages-workshop in freiburg an. wir wollen uns mit dem thema Support your trans friends! – Workshop zu Trans_-Verbündetenschaft beschäftigen. los geht’s um 10.15h. wir haben den ganzen tag bis ca. 18.00h um uns mit den vielen tragen um trans_-verbündetenschaft auseinanderzusetzen und freuen uns schon sehr auf den austausch und den gemeinsamen lernraum. weitere infos finden sich unter diesem link.

am letzen wochenende im januar bieten wir in zusammenarbeit mit dem SDS Bamberg einen workshop an. am samstag, den 26.01, von 14.00h bis 17.00h wollen wir über Self-Care im politischen Alltag sprechen. der veranstaltungsort ist das balthasar in der balthasargässchen 1. wenn du mehr über diesen workshop wissen möchtest, dann folge einfach diesem link zu einer facebook-veranstaltung.

einen schönen start in das neue kalenderjahr 2019!

zeit für self-care im aktivismus

noch knapp zehn tage ist es möglich, beiträge für das zine zu radical softness, verletzlichkeit und gefühlen einzureichen. uns haben schon viele spannende beiträge erreicht. wir freuen weiterhin auf zuschriften und sind gespannt und neugierig auf deinen beitrag!

der monat dezember steht bei uns ganz unter dem motto ‚mehr self-care im aktivismus‘. wir sind gleich zweimal eingeladen um zu diesem thema räume für austausch zu öffnen:

am kommenden freitag, den 07.12., bieten wir in zusammenarbeit mit der hochschulgruppe hi*queer in hildesheim den workshop ‚self-care im politischen alltag‘ an. los geht es ab 14.00h. weitere infos zum veranstaltungsort finden sich hier

aufregenderweise bieten wir an den darauf folgenden tagen, am 08. und 09.12., ein ganzes self-care-wochenende für aktivist_innen an. im auftrag des FemRef der uni oldenburg gestalten wir einen zwei-tägigen workshop erneut unter dem titel ’self-care im politischen alltag‘. da wir dafür unser bestehendes konzept deutlich erweitert haben und uns noch einmal aus einer anderen perspektive auf das thema einlasssen können, haben wir einen neuen ankündigungstext verfasst, den wir gern an dieser stelle teilen:

aktivist_innen, die sich gegen diskriminierung und für inklusion, gleichberechtigung und selbstbestimmung engagieren, haben ein erhöhtes risiko, einen burn-out zu erleben. unerreichbare ansprüche an das eigene handeln, verinnerlichte leistungsnormen, seltene erfolgserlebnisse und die hochgesteckte ziele können als mögliche faktoren zählen, die überforderung begünstigen. daneben sind aktivist_innen selbst oft negativ von den strukturellen machtverhältnissen betroffen, gegen die sie sich einsetzen. häufig fehlt in der hektik des politischen alltags jedoch der raum um sich über die schmerzen nach einer diskriminierungserfahrung auszutauschen und mitstreiter_innen (emotional) zu unterstützen. diese vereinzelung in den erfahrungen kann zusätzlichen stress erzeugen.

wir möchten in diesem workshop daher einen raum schaffen, in dem eure bedürfnisse zählen und eure erfahrungen gehört werden. in einem ersten schwerpunkt wollen wir üben, persönliche (leistungs-)grenzen deutlicher wahrzunehmen und die eigenen bedürfnisse zu respektieren. wir möchten in einen austausch kommen, wie wir unser aktivistisches leben entschleunigen und welche tätigkeiten uns gut tun. in einem zweiten themenblock möchten wir uns damit auseinandersetzen, welche möglichkeiten wir im umgang mit diskriminierung haben. wir möchten darüber sprechen, wie wir grenzen setzen, wo wir uns unterstützung holen und wie wir uns gegenseitig unterstützung geben können, ohne dabei eigene bedürfnisse aus dem blick zu verlieren.

wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen austausch zu self_care!

trans*verbündetenschaft und radikale bedürfnisorientierung in bayern

der november kommt und wir verlängern die frist, in der beiträge für das zine über verletzlichkeit, radical softness und gefühle eingereicht werden können. uns haben in den letzten wochen bereits erste zuschriften erreicht. immer wieder fanden sich berührende gedichte oder persönliche, verletzliche fotos in unserem postfach. wenn du nun auch lust hast dabei zu sein oder du in der dunkleren jahreszeit einfach mehr raum für kreativität hast, dann hast du noch bis zum 15.12.18 die möglichkeit dazu. alle weiteren infos zu dem zine-projekt und den gesamten aufruf in deutscher und englischer sprache findest du hier.

wir haben uns sehr über das große interesse an dem workshop „was ist eigentlich emotionale arbeit? – über machtverhältnisse, abgrenzung und unterstützung“ vor einer woche gefreut. knapp 40 personen haben letzten montagabend an der veranstaltung teilgenommen. noch mehr leute, die wir auf den nächsten termin vertröstet haben, hätten gern teilgenommen. das war für uns eine ganz besondere und aufregende erfahrung. denn so häufig scheint es, dass themen wie gefühle und emotionale arbeit wenig aufmerksamkeit und selten eine hohe priorität bekommen. die resonanz letzte woche hat uns gezeigt, dass dem nicht so sein muss und es viele menschen gibt, denen diese themen ebenso wie uns auch sehr am herzen liegen. wir haben lust mit dieser neugewonnenen energie, die auseinandersetzung um emotionale arbeit in den nächsten monaten fortzusetzen und werden auf jeden fall weitere workshops zu emotionaler arbeit anbieten, gern auch mit unterschiedlichen schwerpunkten oder zielgruppen.

nach diesen aufregenden wochen werden wir den november ein bisschen ruhiger angehen lassen. wir bieten daher ‚nur‘ zwei öffentliche workshops an. einmal sind wir mit dem thema ‚support your trans* friends‘ bei den gesellschaft-macht-geschlecht-tagen in regensburg dabei. dort beginnt am freitag, den 09.11.18, der workshop um 15.00h. zum anderen sind wir von der gruppe ‚auf der suche – anarchistische gruppe nürnberg‘ am sonntag, den 11.11.18, eingeladen um über radikale bedürfnisorientierung zu sprechen. ab 13.00h wollen wir uns vier stunden lang mit der frage beschäftigen, wie wir unser leben mehr den eigenen bedürfnissen entsprechend gestalten können. weitere infos zu dieser veranstaltung finden sich auf der seite des veranstaltungsorts und auf facebook.

emotionale arbeit im herbst

wir haben tollen neuigkeiten!

wir freuen uns im oktober einen öffentlichen workshop in berlin ankündigen zu können. außerdem möchten wir gern erzählen, dass wir anfang september einen call for particpation gestartet haben. in einem zine möchten wir verschiedene beiträge rund um das thema ‚radical softness‘ zusammentragen und so weniger flüchtig in den austausch über gefühle, softness und machtverhältnisse kommen. ausführlichere infos zu dem projekt, den kompletten aufruf und möglichkeiten, dich zu beteiligen, findest du auf dem blog unter links + zines.

unser öffentlicher workshop findet am 22.10.18 in der b-lage statt. unsere einladung ist gemeinsam über das selten besprochene und doch so wichtige thema ‚emotionale arbeit‘ zu sprechen. der beginn ist für 19.30h angesetzt. voraussichtliches ende ist 22.00h. weitere infos zur veranstaltung und eine kleine inhaltliche einstimmung liefert der folgende ankündigungstext:

was ist eigentlich emotionale arbeit? – über machtverhältnisse, abgrenzung und unterstützung

emotionale arbeit ist als teil von care-arbeit häufig unsichtbar und wird nur selten offen thematisiert. ein_e freund_in trösten, ein klärendes gespräch führen oder sich selbst eine auszeit nehmen um die eigenen gefühle wahrzunehmen können alles beispiele für emotionale arbeit im alltag sein. doch wer übernimmt schnell verantwortung dafür? welche personen geben emotionale arbeit lieber an ihr umfeld ab? und vor allem wie können wir bestehende muster, die wir bei uns selbst erkennen, durchbrechen und einen anderen zugang zu emotionaler arbeit wählen?

dieser workshop richtet sich an alle geschlechter und personen aller positionierungen. du bist hier richtig, wenn du dich bewusst zum ersten mal mit dem thema emotionale arbeit beschäftigst und lernen möchtest, wie du in zukunft dir selbst und anderen mehr emotionale unterstützung anbieten kannst. du bist hier auch richtig, wenn du für dich herausfinden möchtest, wie du verantwortung für die gefühle anderer abgeben und stärker auf deine eigenen grenzen achten kannst.

workshop in deutscher lautsprache (evtl. mit übersetzung in gebärdensprache, wir aktualisieren diese info, sobald wir mehr wissen), toilette nicht rollstuhlgerecht, mobile rampe für die stufe am eingang, keine weitere anmeldung nötig, dauer ca. 2,5h, all genders welcome, spende (0-20€)

da das bisherige interesse auf facebook schon recht groß ist, haben wir auf jeden fall geplant, einen wiederholung dieser veranstaltung anfang 2019 anzubieten.

in zusammenarbeit mit queer_topia* und dem ak genderqueer des bunds deutscher pfadfinder_innen bieten wir gemeinsam einen workshop im rahmen des queerfilmfest in rostock an. darin wollen wir uns mit den themen ‚asexualität‘ und ‚aromantik‘ auseinandersetzen. los geht’s am 26.10.18 ab 14.00h im peter-weiss-haus (doberaner straße 21, 18057 rostock).

„liebesbeziehung? sex? – warum denn auch?“ workshop zu asexualität und aromantik

in diesem workshop wollen wir uns näher mit zwei themen beschäftigen, die erst in den letzten jahren langsam mehr aufmerksamkeit bekommen: asexualität und aromantik. asexualität bedbedeutet, dass eine person wenig oder keine sexuelle anziehung zu anderen personen spürt. aromantik meint, dass eine person keine romantischen liebesbeziehungen mit anderen personen eingehen möchte.

noch immer sind aromantik und asexualität relativ unbekannt und es gibt viel unwissen. daher wollen wir mythen rund um diese beiden themen abbauen und verstehen, inwieweit asexuelle und aromantische personen in unserer gesellschaft ausgrenzung und diskriminierung erfahren. zuletzt wollen wir uns mit der frage beschäftigen, wie wir räume gestalten können, in denen sich personen mit allen romantischen und sexuellen orientierungen wohlfühlen können.

der workshop findet in deutscher lautsprache (mit flüsterübersetzung auf englisch) statt und ist offen für alle geschlechter. der raum ist rauchfrei, aber leider nicht barrierefrei. dauer: ca. 4 stunden.

egal ob in berlin oder rostock, wir freuen uns auf austausch, gemütlichkeit und warmen tee im schönen herbst!

support your trans friends

in den nächsten wochen werden wir zwei öffentliche workshops geben. wir wurden von den queerdenker*innen stuttgart zum open-mind-festival eingeladen und werden dort an zwei aufeinanderfolgenden tagen mit den themen trans*verbündetenschaft und radical softness präsent sein:

am samstag, den 15.09, 16.30-19.30h: radical softness

am sonntag, den 16.09, 11.30-14.30h: support your trans friends – workshop zu trans* verbündentenschaft

wir freuen uns auf bereichernden austausch und insprierende begegnungen!



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