self-care während corona

in den vergangenen monaten war es still um life’s a beach. viele workshops, die für das frühjahr oder die sommermonate geplant waren, konnten unter den gegebenen umständen nicht stattfinden. vereinzelt gab es online-workshops für geschlossene gruppen als alternative. insgesamt kann life’s a beach beobachten, dass das interesse an selbstfürsorge, community care oder der austausch über gefühle gerade sehr groß ist. uns erreichen mehr anfragen als üblich zu diesen themenbereichen. um auf diesen bedarf einzugehen, haben wir ein 3-moduliges online-training entwickelt, das aktivist:innen unterstützt, weiterhin eigene belastungsgrenzen zu spüren und bedürfnisse wahrzunehmen. gerade in der pandemie und angesichts der fortschreitenden klimakrise und des erstarkenden rechtsrucks braucht es räume für selbstfürsorge, in welchem über herausforderungen aus dem aktivististischen alltag gesprochen wernden kann. wenn du interesse hast, an einem solchen training teilzunehmen oder gemeinsam ein training für deine gruppe, verein oder institution zu organisieren, melde dich gern.

workshops, bei denen sich teilnehmer:innen nicht nur online treffen, sind selten geworden. umso erfreulicher ist es, dass für den herbst endlich wieder zwei öffentliche präsenz-workshops geplant sind. aufgrund der aktuellen covid-19-maßnahmen ist die teilnehmer:innen-anzahl jeweils beschränkt. ein kurzinfo zu den aktuell geplanten veranstaltungen findest du in der folgenden übersicht:

04.10.20, 14.00-18.00h – workshop radical softness – verletzlichkeit_en annehmen. in kooperation mit qrew und Netzwerk LSBT*IQ Nordhessen. ort: kassel. weitere infos auf der website der veranstalter:in

17.10.20, 15.00-18.00h – workshop „öfter mal die füße hochlegen?“ – self-care für regenbogeneltern/bezugspersonen. in kooperation mit dem regenbogenfamilienzentrum. online-workshop über zoom. weitere infos.

17.11.20, 19.00-21.30h – workshop self-care im queeren aktivismus und ehrenamt. in kooperation mit slado im format „let’s talk – bildung und vernetzung für die dortmunder community“. online-workshop über zoom. weitere infos auf facebook.

21.11.20, 9.30-17.30h – workshop self-care im aktivismus. in kooperation mit demokratie und dialog e.v. aktuell wird die umwandlung in ein online-format geplant. teilnahmebeitrag: 10 €. weiter infos hier.

01.12.20, 19.00-21.30h – workshop self-care im zeiten von corona. in kooperation mit slado im format „let’s talk – bildung und vernetzung für die dortmunder community“. online-workshop über zoom. weitere infos auf facebook.

05.12.20, 13.00-18.00h – workshop self-care im politischen alltag. in kooperation mit andersraum hannover, vnb e.v. bildungsinitiativen in niedersachsen und csd hannover. aktuell wird die umwandlung in ein online-format geplant. weitere infos auf facebook.

alles gute für die kommenden monate!

wie weiter bei life’s a beach?

aus einer freiwilligen auszeit im winter ist eine unfreiwillige pause im frühjahr geworden. aufgrund der aktuellen präventionsmaßnahmen, um eine weitere ausbreitung von covid-19 zu verhindern, fanden geplante workshops im märz nicht statt. für die bevorstehenden monate april, mai und juni sind mittlerweile alle weiteren veranstaltungen abgesagt. bei manchen workshops sind bereits alternativ-termine im gespräch, bei anderen veranstaltungen ist es unklar, ob sie in dieser form zu einem späteren zeitpunkt nachgeholt werden.

die unerwartete workshop-pause kommt life’s a beach nicht ganz ungelegen. in den letzten drei jahren ist sehr viel bei uns passiert: über den lauf der zeit bot life’s a beach mehr als 100 veranstaltungen zu den themen radical softness, emotionale arbeit, (self-)care, anti-diskriminierung und geschlechtliche vielfalt an. dabei reisten wir viel umher und kamen mit sehr vielen interessierten menschen ins gespräch. wir probierten neue formate aus oder entwickelten bestehende konzepte weiter. es entstanden wichtige, bewegende, verletzliche und kraftvolle räume. das feedback, das wir zu veranstaltungen bekamen, war sehr oft überwältigend positiv, wertschätzend und eine berührende rückmeldung, dass teilnehmer*innen wichtige impulse und anregungen aus unserer arbeit mitnehmen. und als eine person, die selbst viele dieser temporären workshop-räume mitgestaltet hat, kann ich sagen, dass ich mich dieser dankbarkeit vieler teilnehmer*innen anschließe und diese arbeit für und mit life’s a beach bis heute als unglaublich bereichernden, berührenden und sinnstiftenden (lern-)raum wahrnehme.

wie sich das inhaltliche angebot den interessen der personen bei life’s a beach folgend entwickelte, so veränderte sich auch die rolle von life’s a beach nach den bedürfnissen der beteiligten. life’s a beach verwandelte sich von einem kleinen ehrenamtlichen aktivistischen zwei-personen-projekt hin zu einem kleinen, (semi-)professionellen bildungskollektiv, das den aktiven zumindest einen teil des lebensunterhaltes finanzierte. nicht zuletzt gab es auch veränderungen, wer sich bei life’s a beach miteinbrachte. in den vergangenen drei jahren wuchs und schrumpfte life’s a beach als gruppe.

all diese veränderungen waren nicht so konfliktfrei, wie es diese wenigen sätze nahelegen. im einzelnen wurde viel darum gerungen, wie ausschlüsse reduziert werden können, für welche werte life’s a beach steht und wie diese in unserer konkreten arbeit umgesetzt werden können. an manchen punkten sind wege auseinandergegangen, weil kein konsens mehr erreicht wurde. diese konflikte wirken weiterhin nach. in den hektischen monaten, in denen regelmäßig und kontinuierlich veranstaltungen stattfanden, sind fragen rund um das langfristige ‚wie weiter bei life’s a beach?‘ offengeblieben. die kommenden wochen können durch die überraschende ruhe hoffentlich einen raum bieten, um all diese veränderungen, erlebnisse und auseinandersetzungen zu sortieren und kraft, inspiration und orientierung für einen neuanfang zu schöpfen.

was am ende dieser beschäftigung mit der frage nach dem ‚wie weiter?‘ herauskommt, ist noch nicht abzusehen. sobald es neuigkeiten gibt, werde ich hier einen weiteren post veröffentlichen. für ideen/anregungen/anfragen ist life’s a beach in der zwischenzeit weiterhin wie gewohnt über mail ansprechbar.

alles gute in dieser ungewissen zeit! viel kraft, gesundheit und (emotionale) unterstützung um mit den diversen herausforderungen der aktuellen situation umzugehen!

kalle für life’s a beach

termine im november

in den kommenden wochen bieten wir erneut eine spannende auswahl an workshops an. neben trans empowerment und emotionaler arbeit steht ein zwei-tägiger self-care-workshop in berlin vor der tür, zu dem eine anmeldung noch möglich ist. außerdem bieten wir zum ersten mal einen workshop zu mikro-aggressionen. neugierig geworden? einen entspannten überblick unserer öffentlich angekündigten veranstaltungen ermöglicht wie gewohnt die folgende liste:

02.11.19, 09.00 – 10.30h – workshop trans <3 sein feiern. im rahmen des 53. bundeskongresses der grünen jugend. ort: gelsenkirchen. weitere infos

04.11.19, 16.00 – 19.00h – workshop was ist eigentlich emotionale arbeit? – über machtverhältnisse, abgrenzung und unterstützung. im rahmen der kritischen einführungswochen in potsdam. ort: freiLand potsdam, haus 1, seminarraum 1 (friedrich-engels-straße 22, 14473 potsdam). weitere infos auf der website der veranstalter*in oder auf facebook.

09.-10.11.19, 10 – 17h & 10 -16h – workshop nachhaltiger aktivismus & self-care im politischen alltag. let’s be careful with each other so we can be dangerous together. zwei-tägiger workshop zu self-care und community care. den vollständigen ankündigungstext gibt es hier. ort: nfj-laden (weichselstr. 13/14, 12045 berlin). anmeldung erwünscht und noch möglich unter seminare@naturfreundejugend-berlin.de oder über dieses kontaktformular.

13.11.19, 11 – 13h – workshop „ist doch nicht so schlimm!?“ – sensibilisierung für mikro-aggressionen in der beratung referent*in: kalle hümpfner. im rahmen des fachtags „LSBTIQPA+ und geschlechtsbezogene gewalt“ – abschlusstagung des projektes look wide (dissens–institut für bildung und forschung). ort: aquarium (skalitzer str. 6, 10999 berlin). eine anmeldung zu dem fachtag ist erwünscht und über ein formular unter dem reiter ‚anmeldung‘ möglich.

28.11.19, 19 – 21h – vortrag radical softness – gefühle und verletzlichkeit mehr zulassen? input und austausch. in zusammenarbeit mit der gruppe aus‘m F:f. ort: camillo kino (handwerk 13, 02826 görlitz). weitere infos.

30.11.19, 14 – 15.45h workshop keine angst vor kritik!? selbstreflexiver umgang mit privilegien und wege der solidarisierung. im rahmen der HerzAuf!stand-Messe. ort: forum factory (besselstraße 13-14, 10969 berlin). weitere infos.

wir freuen uns auf die kommenden veranstaltungen!

termine im oktober

mit leichter verzögerung möchten wir heute die termine für den kommenden monat ankündigen. wir werden im oktober einen öffentlichen workshop in berlin und einen weiteren öffentlichen workshop in hannover anbieten. für die genauen daten folgt hier die kurze übersicht:

07.10.19, 19.30 – 22.00h – workshop was ist eigentlich emotionale arbeit? über machtverhältnisse, abgrenzung und unterstützung. workshop in deutscher lautsprache. spende (0-20 €). keine anmeldung nötig. ort: b-lage (mareschstr. 1, berlin-neukölln). weitere infos auch auf dem blog der b-lage oder auf facebook.

27.10.19, 16.00 -19.00h – workshop trans*nonbinary pride! empowerment trotz pathologisierung. workshop in deutscher lautsprache. kostenfreie teilnahme. dieser workshop ist offen für alle personen, die trans*nonbinary feindlichkeit erfahren. anmeldung unter: mine.wenzel@andersraum.de. ort: andersraum hannover. weitere infos auf facebook.

wir freuen uns auf die bevorstehenden veranstaltungen!

termine im august

die ersten tage des augusts sind bereits verstrichen und so kommen unsere veranstaltungshinweise für diesen monat mit leichter verspätung. in den verbleibenden augustwochen sind wir auf dem reflecting & connecting movements camp im rehinland, auf dem FemWo in der schweiz und bei der tagung des inter_trans_wissenschafts-netzwerks in jena vertreten. genauere infos gibt es wie immer in der folgenden aufzählung:

22.08.19, 15.00 – 17.30h – workshop keine angst vor kritik!? – selbstreflexiver umgang mit privilegierung und wege der solidarisierung. organisiert im rahmen des reflecting & connecting movements camp. ort: klimacamp im rheinland. weitere infos.

23.08.19, 15.00 – 17.30h – workshop trans_empowerment. organisiert im rahmen des reflecting & connecting movements camp. ort: klimacamp im rheinland. weitere infos.

24.08.19, 13.30 – 16.30h – workshop radical softness. organisiert im rahmen des FemWo 2019. ort: grechen, schweiz. weitere infos.

30.08.19, 16.45h – 19.30h – workshop radical softness – verletzlichkeit_en annehmen. organisiert im rahmen der inter_-trans_-wissenschafts-netzwerk-tagung. ort: jena. weitere infos.

wir freuen uns in den kommenden wochen gleich auf mehreren camps, tagungen oder konferenzen präsent zu sein und sind gespannt auf den austausch in den workshops und darüber hinaus!



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