wie weiter bei life’s a beach?

aus einer freiwilligen auszeit im winter ist eine unfreiwillige pause im frühjahr geworden. aufgrund der aktuellen präventionsmaßnahmen, um eine weitere ausbreitung von covid-19 zu verhindern, fanden geplante workshops im märz nicht statt. für die bevorstehenden monate april, mai und juni sind mittlerweile alle weiteren veranstaltungen abgesagt. bei manchen workshops sind bereits alternativ-termine im gespräch, bei anderen veranstaltungen ist es unklar, ob sie in dieser form zu einem späteren zeitpunkt nachgeholt werden.

die unerwartete workshop-pause kommt life’s a beach nicht ganz ungelegen. in den letzten drei jahren ist sehr viel bei uns passiert: über den lauf der zeit bot life’s a beach mehr als 100 veranstaltungen zu den themen radical softness, emotionale arbeit, (self-)care, anti-diskriminierung und geschlechtliche vielfalt an. dabei reisten wir viel umher und kamen mit sehr vielen interessierten menschen ins gespräch. wir probierten neue formate aus oder entwickelten bestehende konzepte weiter. es entstanden wichtige, bewegende, verletzliche und kraftvolle räume. das feedback, das wir zu veranstaltungen bekamen, war sehr oft überwältigend positiv, wertschätzend und eine berührende rückmeldung, dass teilnehmer*innen wichtige impulse und anregungen aus unserer arbeit mitnehmen. und als eine person, die selbst viele dieser temporären workshop-räume mitgestaltet hat, kann ich sagen, dass ich mich dieser dankbarkeit vieler teilnehmer*innen anschließe und diese arbeit für und mit life’s a beach bis heute als unglaublich bereichernden, berührenden und sinnstiftenden (lern-)raum wahrnehme.

wie sich das inhaltliche angebot den interessen der personen bei life’s a beach folgend entwickelte, so veränderte sich auch die rolle von life’s a beach nach den bedürfnissen der beteiligten. life’s a beach verwandelte sich von einem kleinen ehrenamtlichen aktivistischen zwei-personen-projekt hin zu einem kleinen, (semi-)professionellen bildungskollektiv, das den aktiven zumindest einen teil des lebensunterhaltes finanzierte. nicht zuletzt gab es auch veränderungen, wer sich bei life’s a beach miteinbrachte. in den vergangenen drei jahren wuchs und schrumpfte life’s a beach als gruppe.

all diese veränderungen waren nicht so konfliktfrei, wie es diese wenigen sätze nahelegen. im einzelnen wurde viel darum gerungen, wie ausschlüsse reduziert werden können, für welche werte life’s a beach steht und wie diese in unserer konkreten arbeit umgesetzt werden können. an manchen punkten sind wege auseinandergegangen, weil kein konsens mehr erreicht wurde. diese konflikte wirken weiterhin nach. in den hektischen monaten, in denen regelmäßig und kontinuierlich veranstaltungen stattfanden, sind fragen rund um das langfristige ‚wie weiter bei life’s a beach?‘ offengeblieben. die kommenden wochen können durch die überraschende ruhe hoffentlich einen raum bieten, um all diese veränderungen, erlebnisse und auseinandersetzungen zu sortieren und kraft, inspiration und orientierung für einen neuanfang zu schöpfen.

was am ende dieser beschäftigung mit der frage nach dem ‚wie weiter?‘ herauskommt, ist noch nicht abzusehen. sobald es neuigkeiten gibt, werde ich hier einen weiteren post veröffentlichen. für ideen/anregungen/anfragen ist life’s a beach in der zwischenzeit weiterhin wie gewohnt über mail ansprechbar.

alles gute in dieser ungewissen zeit! viel kraft, gesundheit und (emotionale) unterstützung um mit den diversen herausforderungen der aktuellen situation umzugehen!

kalle für life’s a beach


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