wir sind ein kleines, queeres und gewaltfreies kollektiv und wir sind und denken und fühlen ziemlich vieles. in unseren workshops sind self-care, empathie und kommunikation wichtige themen. d.h. wir möchten unsere bedürfnisse kennenlernen und strategien zur erfüllung derselben finden, die sich rundum gut anfühlen und wenig_er mit unterdrückung zu tun haben. daneben ist es uns ein großes anliegen, ausschlüsse und privilegien zu reflektieren, räume für empowerment zu öffnen oder ideen für verbündetenschaft zu diskutieren.

wir glauben daran, dass keine_r frei ist, solange nicht alle frei sind, und denken daher, dass gesellschaftliche veränderung und gesellschaftskritik bei uns selbst anfängt. wir möchten herausfinden, welche muster, gedanken und -ismen in uns stecken um konstruktiv mit ihnen umgehen. dabei ist es uns wichtig, einfühlsam mit uns und anderen in kontakt zu treten.
schuld, scham und gewalt sind für uns ein teil einer unterdrückenden gesellschaft. wir haben keine lust davon etwas in unsere beziehung_en mit anderen oder uns selbst zu tragen. wir glauben, dass unsere art beziehungen zu gestalten verdammt politisch ist und möchten diese nach unseren wünschen und werten zu gestalten.

nebenbei tragen wir einen queeren haufen aus verschiedenen geschlechtsidentitäten in uns. ganz grob: wir verorten uns als nicht-binär trans. außerdem sind wir weiß und werden ableisiert. .

Weiße Schrift

Weiße Schrift

Weiße Schrift

gewaltfrei?

ich maße mir nicht an,
darüber zu entscheiden,
welche person gewalt anwenden kann
und weleche person lieber davon ablassen sollte
um sich von unterdrückung zu befreien

die gesellschaftliche realität
die gesellschaftliche normalität
normativität
ist gewaltvoll
blicke, worte, fragen,
berührungen, schläge, tritte,
grenzen, zäune, türen
hilfe, liebe, geschenke
gedanken, bewertungen, urteile
sie alle können gewaltvoll sein

in mir ist schmerz
schmerz nach erfahrener gewalt
schmerz, den ich oft nicht fühlen will
ich gebe diesen schmerz weiter
nach außen
nach innen
immer wieder
nach außen
nach innen
werde ich dadurch weniger gewalt erleben?
wird es dadurch weniger gewalt für andere geben?

in meiner utopie ist die gewalt
vorbei

bis dahin
maße ich mir nicht an,
darüber zu entscheiden,
welche person gewalt anwenden kann
und welche person lieber davon ablassen sollte
um sich von unterdrückung zu befreien