arbeitsweise und thematische schwerpunkte

in unseren veranstaltungen möchten wir räume öffnen, in denen sich teilnehmer_innen mit ihren erfahrungen und ihrer rolle in der gesellschaft auseinandersetzen können. wir verwenden überwiegend interaktive methoden, die teilnehmer_innen mit intuitivem und emotionalem wissen in verbindung bringen. dabei möchten wir eher prozesse und langsame entwicklungen anstoßen als ein intellektuelles wissen zu vermitteln. als inspiration nutzen wir aktivistische, akademische und erfahrungsbezogene quellen. die basis unserer arbeitsweise ist ein machtkritisches, intersektionales verständnis von diskrimierung, die auseinandersetzung mit geschlechterreflektierter pädagogik, queeren und queer_feministischen perspektiven sowie ein gewaltkritischer blick auf sprache.

thematisch haben sich in den vergangenen jahren vier thematischen schwerpunkte entwickelt:

machtkritische perspektiven auf kommunikation

nachhaltiger aktivismus, self-care und caring communities

trans_empowerment & trans_verbündetenschaft

radical softness und selbstmitgefühl

in jedem dieser schwerpunkte bieten wir verschiedene workshops an, die als einzelne oder zusammenhängende veranstaltung stattfinden könnnen. natürlich ist es auch möglich veranstaltungen, thematisch an neue kontexte anzupassen und den fokus der veranstaltung auf eine neue fragestellung zu legen.

 

machtkritik und kommunikation

 

workshop radikale bedürfnisorientierung

in vielen strukturen wie schule, studium, (lohn-)arbeit, politgruppen und persönlichen beziehung_en sind wir mit erwartungen konfrontiert. manchmal bringen diese uns davon ab einen Weg zu gehen, der richtig gut für uns passt. zusammen möchten wir darüber sprechen, wie wir mit erwartungen umgehen und unsere leisen stimmen wahrnehmen können, die uns erzählen, was wir gerade brauchen. was passiert, wenn wir statt des „müssens“ und „sollens“ stärker auf das „wollen“ achten? wir wollen herausfinden, was wir ganz freiwillig möchten und nicht möchten, um so unser leben unseren werten, wünschen und bedürfnissen entsprechend_er zu gestalten. wir möchten in einen gemeinsamen austausch treten, wie radikale bedürfnisorientierung im alltag gelebt werden kann.

workshop keine angst vor kritik!?
selbstreflexiver umgang mit privilegierung und wege der solidarisierung

gerade in räumen, die sich als offen und diskriminierungssensibel verstehen, entstehen neue ängste und unsicherheiten, wie verletzungen und diskriminierung thematisiert werden können. in diesem workshop wollen wir die unsicherheiten als ausgangspunkt nehmen und uns dazu gemeinsam folgenden fragen stellen: welche impulse bemerken wir in uns, wenn das verhalten anderer in der eigenen wahrnehmung diskriminierung re_produziert? wie können wir unsere kritik formulieren, während wir gesellschaftliche positioniertheiten mitdenken? wie fühlt es sich an, wenn wir selbst darauf angesprochen werden, dass unser verhalten diskriminierend war? welche formen von abwehr bemerken wir bei uns und was würde uns helfen, diese kritik anzunehmen?
mit blick auf strukturelle machtverhältnisse wollen wir darüber sprechen, wie wir uns konstruktiv rückmeldung geben, und gemeinsam ideen sammeln, wie wir gemeinsam an kritik lernen und wachsen können. gleichzeitig wollen wir mitfühlend auf eigene abwehrmechanismen schauen und überlegen, wie wir kritik mehr als geschenk und lernmöglichkeit denn als gefahr wahrnehmen können.

weitere workshops
was will ich denn eigentlich? ein versuch bedürfnisse zu finden

mehr als ein hmmmm …. wie kann ich meine bedürfnisse kommunizieren?

 

nachhaltiger aktivismus, self-care und caring communities

 

workshop das bisschen aktivismus macht sich doch mit links?
self-care im politischen alltag

dir liegt der ganzen politkrams sehr am herzen und du hast lust, dich selbst für gesellschaftliche veränderung einzubringen. vielleicht merkst du, dass dir alles in letzter zeit ein bisschen viel ist und du dir mehr ruhe und auszeiten wünschst. vielleicht möchtest du auch einfach einen weg finden, wie du es gar nicht so weit kommen lässt und weiterhin raum für dich in deinem leben bleibt.
wir wollen über inneren und äußeren leistungsdruck im aktivistischen alltag sprechen, uns mit normen rund um effizienz und produktivität beschäftigen. zum einen wollen wir wieder stärker in kontakt mit unseren eigenen bedürfnissen kommen und voneinander lernen, mehr ruhe und zeit für uns zu finden. zum anderen möchten wir uns gemeinsam die frage stellen, welche räume wir für aktivismus schaffen wollen, in denen wir uns unterstützen und wohlwollend begegnen.

workshop let‘s talk about caring communities

in welchen räumen kann ich mich bewegen und unterstützung erfahren? welche machtstrukturen hindern andere personen daran sich in diesen räumen wohl und entspannt zu fühlen? inwiefern halten mich leistungsnormen davon ab, den eigenen stress und die eigene erschöpfung wahrzunehmen und anderen unterstützend und empathisch zu begegnen?
wir möchten in einen gemeinsamen austausch kommen, wie caring communities und safer spaces für uns aussehen und was wir an diesen orten brauchen. wir möchten darüber sprechen, wie wir uns unterstützen können, während wir gleichzeitg auschlüsse und privilegien reflektieren.

workshop was ist eigentlich emotionale arbeit?
über machtverhältnisse, abgrenzung und unterstützung

emotionale arbeit ist als teil von care-arbeit häufig unsichtbar und wird selten offen thematisiert. ein_e freund_in trösten, ein klärendes gespräch führen oder sich selbst eine auszeit nehmen um die eigenen gefühle wahrzunehmen können alles beispiele für emotionale arbeit im alltag sein. doch wer übernimmt schnell verantwortung dafür? welche personen geben emotionale arbeit lieber an ihr umfeld ab? und vor allem wie können wir bestehende muster, die wir bei uns selbst erkennen, durchbrechen und einen anderen zugang zu emotionaler arbeit wählen?

trans_empowerment & – verbündetenschaft

 

workshop trans ♥ sein feiern

ob transfeminin, transmaskulin, nicht-binär, agender, genderqueer … was für erfahrungen machen wir in der cis-sexistischen welt? wie gehen wir damit um? wo finden wir unterstützung, wenn wir eine anstrengende situation erlebt haben? was haben wir schon schönes und spannendes erlebt? und was macht am trans_ sein spaß?
wir wollen mit sprache spielen und unsere eigenen worte finden. wir wollen uns unterstützung geben, wie wir anders mit schwierigen situationen in unserem alltag umgehen können. wir wollen feiern, dass wir für uns einstehen und den mut haben, uns so zu zeigen wie wir sind.

workshop support your trans_friends
sensibilisierung und verbündetenschaft

was ist der unterschied zwischen trans_feminin, nicht-binär, genderqueer und agender? was bedeutet eigentlich cis und was hat diese kurze silbe mit privilegien zu tun? welcher form von diskriminierung sind trans_ personen häufig ausgesetzt? was ist eine pronomensrunde? wie kann ich sie für alle personen angenehm durchführen? welche (geschlechtsneutralen) pronomen gibt es? wie kann ich üben, diese zu benutzen? wie kann ich ausschlüsse für trans_ leute reduzieren und mir weiter das wissen aneignen um trans_ personen zu unterstützen?

dieser workshop richtet sich in erster linie an cis-personen (= menschen, die sich mit dem bei ihrer geburt zugewiesenen geschlecht wohlfühlen), die bisher keine oder wenig berührung mit dem thema trans_ hatten. in diesem workshop wird es die möglichkeit geben inhaltliche fragen zu klären, die trans_ personen in ihrem alltag oftmals viel zu oft ungewollt gestellt werden. daneben geht es um die auseinandersetzung mit persönlichen privilegien und die strukturelle dimension von transfeindlichkeit. zuletzt möchte dieser workshop den raum für inspiration bieten, wie ein diskriminierungssensibler umgang im alltag aussehen kann und wie ausschlüsse in gruppen, kollektiven oder projekten abgebaut werden können. wir wünschen uns einen respektvollen rahmen, in dem wir uns aufmerksam zuhören und in gemeinsamer reflexion über privilegien und gesellschaftliche machtverhältnisse sprechen.

weitere workshops in dieser reihe ‚queer art of failure‘

 

radical softness und selbstmitgefühl

 

workshop radical softness

inspiriert von den ideen des_der künstler_in und blogger_in lora mathis‘ möchten wir uns mit radical softness auseinandersetzen. wofür steht radical softness eigentlich? was kann das konzept für dich persönlich bedeuten? wie wirkt es sich in deinem alltag oder in beziehungen aus, wenn du eigene verletzlichkeit_en mehr annimmst und auch sogenannte unangenehme gefühle zulässt? warum ist softness_sanftheit_weichheit eigentlich radikal? und wie beeinflussen geschlechterrollen und andere gesellschaftliche machtverhältnisse unseren zugang zu dieser?

diesen workshop haben wir auch mit einem speziellen fokus auf maskulinität und verletzlichkeit angeboten.

zu diesem workshop gibt es auch eine fortsetzungsveranstaltung: radical softness – raum für gefühle

workshop sanft zu mir selbst?
selbstmitfühlgefühl in der politischen praxis

(selbst-)kritik hat in unserer gesellschaft einen hohen stellenwert und wird häufig als der einzige weg verstanden, wie wir mit einem vermeintlichen „fehltritt“ umgehen können. oft blockieren diese verinnerlichten kritischen stimmen veränderung und verunsichern, wenn eine ähnliche situation auftritt.
wir möchten in diesem workshop einen anderen weg erkunden, wie wir schwierigen erfahrungen und unseren persönlichen grenzen begegnen können. dabei möchten wir uns näher mit dem konzept von selbstmitgefühl beschäftigen. selbstmitgefühl kann als eine haltung verstanden werden, wie wir mit uns selbst im alltag freundlicher und sanfter in kontakt kommen. dabei ist selbstmitgefühl ein ruhiger und beständiger weg, der uns auch in der politischen praxis bereichern kann. wir möchten herausfinden, was das konkret bedeutet.